Wie es aussieht, sind die USA nicht gerade auf dem Weg aus der Finanzkrise, sondern befinden sich noch mitten drin. Das spürt man ganz deutlich, wenn man hört, dass die Preise für Immobilien, in den USA um knapp 20 Prozent eingebrochen sind. Man braucht nicht lange zu Fragen, in den USA scheint jeder zu wissen, wer Schuld an der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise hat. Dass der Immobilienmarkt der Auslöser war ist auch in Washington kein Geheimnis.

Immobilienpreise im Keller

Dass die Preise für viele US-Immobilien so drastisch in den Keller gehen, zeigt ganz deutlich, dass der Markt sich nicht einmal in den Anfängen der Erholungsphase befindet. Die Tatsache, dass die Immobilienpreise im Vorjahr um rund 19 Prozent höher angesetzt waren, bereitet derzeit nicht nur Immobilien Maklern sorgen, sondern auch Bürgern, die US Immobilien erwarben, um eine gewisse Wertsteigerung abzuwarten. Der Immobilienmarkt der Vereinigten Staaten feierte im Jahr 2006 seinen Höhepunkt und nun, im Jahr 2009, bereuen Finanzdienstleister die ungebremste Vergabe von Krediten, die nun zum Verfall des Immobilienmarkt führen.
Diese traurige aber pure Wahrheit, zeigt sich besonders in den Zonen um Las Vegas und Phoenix. Seit dem Jahr 2006 haben sich die Preise, für diverse US-Immobilien, halbiert. Auf dem Immobilienmarkt hat man zudem nüchtern feststellen müssen, dass die Preise für eine Periode, von mehr als 20 Monate kontinuierlich sinken.
Nun, zwei Jahre nach dem Chaos auf dem Immobilienmarkt der USA, kann man feststellen, dass sich die Stabilisierung des Marktes leicht andeutet. So kommt es, dass der Preisverfall sich langsam aber sicher abschwächt. Das soll jedoch nicht heißen, dass man eine Umkehr zu 2006 festzustellen ist. Trotz angewendetem Stabilisierungsprogramm, ist jeden Monat eine Preisrückgang festzustellen.

Haushalsdefizit der USA

Auch für das Rekorddefizit im Haushalt der USA, von ungefähr 1,4 Billionen Dollar, ist der Immobilienmarkt größtenteils Verantwortlich. Wenn man auf die Gesamtwirtschaft der USA schaut, fällt einem auf, dass das Defizit zehn Prozent des Bruttoinlandsprodukts beträgt.
Besonders schlecht ging es dem Immobilienmarkt für Eigenheime, jedoch übermittelt dieser derzeit ein Feedback, welches die bevorstehende Erholungsphase ankündigt. Dass wird durch die Tatsache, dass die Zahl der Kaufverträge deutlich angestiegen ist, verdeutlicht. Zudem meldet auch die Baubranche einen Anstieg im Bau von privaten Wohnhäusern. Auch der Index, welcher sich auf die Anzahl der schwebenden Hausverkäufe bezieht, lag in den letzten Wochen und Monaten konsequent im Plus.
Jedoch gehen aus dem Einbruch des Immobilienmarktes nicht nur Personen oder Unternehmen hervor, die es hart getroffen hat oder noch treffen wird. Spekulanten aus aller Welt witterten ein gutes und profitables Geschäft und griffen zu. Besonders Europäer dürften mit dem Gedanken spielen, kurzfristig eine oder mehrere Immobilien in den USA zu erwerben.

Vom schwachen Dollar profitieren

Da 2009 der Dollar relativ schwach und der Euro relativ stark ist, wäre ein Immobilienkauf derzeit noch eine profitable Angelegenheit. Dass wird auch durch die Tatsache verdeutlicht, dass irgendwann die Finanzkrise Geschichte ist und die Immobilienpreise wieder erheblich ansteigen werden.

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